Geschichte/Chronik

Die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Niedermark



Die Geburtsstunde der Feuerwehr Gellenbeck schlug auf der Gründungsversammlung am 12. Mai 1929 bei Hermann Herkenhoff in Gellenbeck. Auf dieser Versammlung hatten sich 24 Männer zum Eintritt in die Gellenbecker Wehr gemeldet. Da die Freiwillige Feuerwehr Hagen eine Motor- und Handdruckspritze besaß, diese aber nicht unterstellen konnte, überließ man der neugegründeten Wehr die bespannte Handdruckspritze.


Am 04.10.1933 wurde die Erlaubnis zum Bau eines Feuerwehrhauses auf dem Schulgrundstück an der Grenze zum Nachbarn Tecklenburg erteilt. Die feierliche Übergabe des neuen Spritzenhauses fand am 18. Oktober 1935 statt.


1942 begann man mit der Motorisierung der Feuerwehr. Ein TSA-Anhänger mit einer 800-Literpumpe und den dazugehörigen Geräten wurde beschafft.


Während der Kriegsjahre diente ein ausgeliehener Vorspannwagen zur Beförderung des TSA-Anhängers. 1946 wurde ein ausgedienter amerikanischer Krankenwagen beschafft und zu einem Löschgruppenfahrzeug umgebaut.


In den nun folgenden 50er Jahren war in der Wehr eine gewisse Krisenzeit zu verzeichnen. Hauptgrund hierfür waren Nachwuchssorgen, Männer zu finden, die sich bereit erklärten, des nächsten Hab und Gut zu schützen. Dank des damaligen Bürgermeisters Josef Pötter, der nun bei einigen jungen Männern vorstellig wurde und darum bat, doch der Freiwilligen Feuerwehr beizutreten, traten am 01. August 1955 zehn Männer der Wehr bei.


Ein Opel Blitz wurde 1958 als Löschgruppenfahrzeug (m) angeschafft. 1969 folgte das Tanklöschfahrzeug mit 3200 l Wassertank (li.) und Mitte der 70er Jahre wurde der “alte” Kindergartenbus zu einem Einsatzleitwagen (re.) umgebaut.


Zum 01.07.1965 wurden die Gemeinden Natrup-Hagen, Gellenbeck und Sudenfeld zu einer Samtgemeinde Niedermark zusammengeschlossen und aus der Feuerwehr Gellenbeck wurde die Freiwillige Feuerwehr Niedermark.
1969 feierte die Wehr ihr 40-jähriges Jubiläum, welches auf dem Festplatz hinter der Gaststätte Tobergte in Gellenbeck gefeiert wurde.


1974 begann man mit dem Abriss des alten Feuerwehrhauses. Das neue und heutige Feuerwehrhaus konnte 1975 seiner Bestimmung übergeben werden.

1979 bestand die Ortsfeuerwehr Niedermark 50 Jahre. Dieses Jubiläum wurde mit einer großen Festwoche hinter dem Feuerwehrhaus mit der Bevölkerung gefeiert.


1982 konnte das 1958 angeschaffte Feuerwehrfahrzeug durch ein neues modernes Löschgruppenfahrzeug 8/8, auf Mercedes Benz 608D Fahrgestell und Ziegleraufbau ersetzt werden.
1989 ist dann auch der Ford Transit (ehem. Kindergartenbus) durch einen modernen Einsatzleitwagen, Mercedes Benz 210 (unten re.) ersetzt worden.


Ebenfalls bestand die Feuerwehr mittlerweile 60 Jahre. Dieses wurde an einem großen Festwochenende im Spätsommer 1989 gefeiert.

1990 haben sich die Kameraden der Feuerwehr Niedermark in mühevoller Eigenarbeit einen Hilfeleistungsanhänger gebaut der der Feuerwehr und somit der Gemeinde Hagen auf einem Tag der offenen Tür feierlich übergeben wurde.

Finanziert worden ist dieser Anhänger ausschließlich aus der Kameradschaftskasse der Ortsfeuerwehr Niedermark.


Das Anfang der 90er Jahre angeschaffte Tanklöschfahrzeug 16/25 , ersetzte das nicht mehr dem Stand der Technik entsprechende und 1965 beschaffte Löschfahrzeug, welches zur Waldbrandbekämpfung nach Portugal verkauft wurde.


Einen weiteren geschichtlichen Höhepunkt erlebte die Niedermarker Wehr am 01.04.1996. An diesem Datum wurde die Jugendfeuerwehr gegründet und startete mit 20 Jugendlichen aus der Gemeinde Hagen.
Diese hatten zuvor in einem Anschreiben an die Feuerwehrführung um Gründung einer Jugendfeuerwehr gebeten. Dieser Gedanke wurde positiv aufgenommen und nachdem die Gemeindeverwaltung grünes Licht gegeben hatte, mit viel Elan umgesetzt.


Die letzte größere Anschaffung für die Ortsfeuerwehr Niedermark war 2002 der Kauf eines hochmodernen Löschgruppenfahrzeug 16/12 welches das alte Löschfahrzeug von 1982 ersetzte.


Dieses alte Fahrzeug wurde der Feuerwehr der Partnerstadt Baczewo/Wartenburg im Ermland/Polen übergeben und entsprechend in Empfang genommen.


Im Jahre 2004 konnte die Ortsfeuerwehr Niedermark, dann auf ihr 75 Jahre Dienst am Nächsten zurückschauen. Gefeiert wurde rund um das Feuerwehrhaus an der Görsmannstraße und dem Schulhof der anliegenden Schule. Auf dem 1. Niedermarker Open Air am Samstag heizte die TOP 40 Band Finity den Besuchern ordentlich ein. Am Sonntag folgte dann der Tag der offenen Tür, der den Bürgern die Arbeit der Feuerwehr näher brachte.


Heute verfügt die Ortsfeuerwehr Niedermark über einen guten Fahrzeugpark und modernste Brand- und Hilfeleistungsgeräte. Auch das Feuerwehrhaus ist in einem guten Zustand und durch die Erstellung der Doppelgarage für die Jugendfeuerwehr im Jahr 2009 wurde dem Platzproblem entgegengewirkt.


Am Tag der offenen Tür zum 80-jährigen Bestehen im Juni 2009, ist der Fahrzeugpark wieder ein wenig gewachsen. Die Jugendfeuerwehr hat aus eigenen Mitteln einen neuen Transportanhänger beschafft und der Gemeinde übergeben.


Am 20.07.2012 konnte bei der Firma GSF in Twist der neue Einsatzleitwagen abgeholt werden. Nachdem das alte Fahrzeug seit Juli keinen TÜV mehr hatte, konnte so die volle Einsatzbereitschaft wieder hergestellt werden. Am Sonntag, dem 02. September 2012 wude das Fahrzeug dann offiziell übergeben und der Bevölkerung auf dem Tag der offenen Tür vorgestellt.


Ein besonderes Jubiläum konnte im Frühjahr 2013 der Ehrenbrandmeister August Hehmann feiern. Am 01. April 1943 war der damals 13-Jährige in die Feuerwehr Gellenbeck eingetreten. Auf dem Infoabend der Ortsfeuerwehr Niedermark und auf der Mitgliederversammlung der Gemeindefeuerwehr Hagen a.T.W. wurde August Hehmann für seine 70 Jahre Dienst am Nächsten geehrt.


Zur Förderung der Jugendarbeit wurde Anfang 2013 durch den Feuerschutzausschuß der Antrag auf Anschaffung eines Mannschafttransportwagen (MTW) für die Jugendfeuerwehr gestellt. Nachdem Rat und Verwaltung dem Antrag statt gaben, konnte relativ schnell ein gebrauchter VW Transporter beschafft und nach dem Um- bzw. Ausbau dann am 06. August 2013 an die Jugendfeuerwehr übergeben werden.



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